Die französische Seite der Insel Saint Martin war eines unserer sehr wichtigen Zwischenziele dieser Saison. Nachdem wir in den USA wider Erwarten keinen Wartungsbetrieb finden konnten, der unsere Rettungsinsel revidieren konnte (ebensowenig die Feuerlöscher), wurde Saint Martin halt unsere einzige vernünftige Ausweichlösung. Allerdings erforderte dies halt die doch recht mühsame Passage nach Osten gegen den vorherrschenden Passatwind. Aber dies hatten wir nun hinter uns gebracht, ab jetzt konnte es dann wieder mit dem Wind vorangehen.
Anse de Marigot













Bereits unmittelbar nach Ankunft in der weiten Bucht vor dem Hauptort Marigot bringen wir gleich die Rettungsinsel mit dem Dinghy an Land und dann mit einem Taxi zum Servicebetrieb von Plastimo etwas weiter oben in der Ortschaft. Dies ist allein schon eine ziemliche Übung, die Kiste wiegt fast 50kg. Mit einem Spi-Fall hieven wir sie über Bord ins Dinghy. Bei der Fahrt hinüber in die Marine bläst uns ein heftiger Wind von über 20kn entgegen, sodass wir vom Spritzwasser entsprechend durchnässt werden. Aber als wir das Ding samt Dokumente bei Nora von Liferafts ETC abgeben können, sind wir sehr erleichtert. Der Betrieb sieht wirklich professionell aus und wir bekommen die Zusage, dass wir sie spätestens am nächsten Montag wieder abholen können. So eine kleine Rettungsinsel könne sie gut einmal dazwischen schieben, sie müsse eh die Woche ein Durtzend Rettungsinseln für 25PAX eines Ausflugsschiffs revidieren… Und als Plastimo-Betrieb können wir gleich auch noch unsere DanBuoy, die Signalboje bei einem Mensch-über-Bord, vorbei bringen.
Was geht denn sonst noch alles vonstatten in den 7 Tagen, die wir schliesslich in der Anse de Marigot ankern:














- Feuerlöscher revidiert:
Unsere beiden Schaumlöscher werden innert eines Nachmittags bei CFP (Caraibe Feu Protection) revidiert und bekommen ein neues Zertifikat für ein weiteres Jahr. - Gas-Tankflasche gefüllt: Die 11kg Alugas-Tankflasche bekommen wir wieder mit Propan gefüllt, was gerade Mal 26USD kostet (soviel bezahlt man oftmals für den Austausch einer 3.5kg Campingaz-Flasche). Allerdings gelingt das Auffinden einer Tankstelle erst im 2. Versuch, wir müssen quer über die
ganze Lagune in den holländischen Teil zu Gas King. - Teak-Schürze am Heck:
Beim Ablassen und Aufziehen des Dinghys am Heck schlägt dieses immer wieder an der Kante des Alu-Rumpfes auf und splittert dort Farbe ab. Nun passen wir ein Brett aus Teak an diese Kante, das diese schützen soll. Dies erfordert jedoch mehrere Fahrten im Velo zu einer Schreinerei, die schliesslich doch über kein Teak verfügt, mir aber zumindest einen Lieferanten vermitteln kann. Der Händler Sham stammt aus Trinidad & Tobago, hat speziell Freude an der Schweiz und bringt mir ein passendes Brett zu einem guten Preis gleich bis zum Steg. Dies sei seine letzte Lieferung, er gehe nun für 3 Monate zurück nach Trinidad zu seiner Familie. Glück gehabt!
Diese Schürze beschäftigt uns dann noch einige weitere Arbeitsgänge mit Einpassen, Zuschneiden, Festschrauben, erneut lösen und mit Sikaflex ankleben & verschraubern, Zapfen und schliesslich Ölen. Den finalen Schliff bekommt das Ganze jedoch erst beim nächsten Auswassern. Im Wasser geht dies schlicht nicht. - Gurte am «Kamin» ersetzt:
Der starke Wind hat die die beiden Gurten am Kamin, dem vorderen Teil der Persenning, die das Grosssegel am Mast abdeckt, beschädigt. Eine freundliche Deutsche namens Petra, die vor einigen Jahren auf Saint Martin hängen geblieben ist (L’amour…!), ersetzt die fachmännisch, näht gleich noch alle Nähte nach und bringt Flicken auf die durchgescheuerten Stellen auf. Und das alles für gerade mal 60EUR. - Reissverschlüsse an der Sprayhood vorne ersetzt:
Die aufwändig und teuer in den USA revidierte Sprayhood riss vorne bei einem der Reissverschlüsse der mittleren Klappe bereits wieder auf. Soviel zu US-Amerikanischer Wertarbeit: Teuer und Hingepfuscht! Ein sympathischer Canvas Shop «Les Petites Aiguilles» in der alten Marina von Port Royal ersetzt die innert 2 Tagen. Allerdings müssen wir dazu erst die Sprayhood im Cockpit abbauen und nach der Reparatur wieder montieren. - Kleiner Spi-Baum ersetzt:
Auf der Passage von den BVI’s nach Saba ging in der rauhen See der kleine (4m lange) Spi-Baum über Bord… er hatte sich aus der Verankerung gerissen und bis ich es merkte, hörte ich nur noch das «Klonk» als er an der Bordkante ein letztes Mal aufschlug. Auf gut Glück besuche ich den Rigger Patrick im Gemenaja Boatyard und erlebe eine grosse Überraschung. Da hängen bei ihm an der Wand alle Beschläge von ZSpars, die ich jeweils aufwändig aus Frankreich besorgt hatte. Und insbesondere hat er genau die beiden Endbeschläge für unseren Spi-Baum. So komme ich wieder zu einem nagelneuen, 4m langen Spi-Baum, der seither nun immer doppelt gesichert an Bord verstaut ist. - Traveller-Schlitten ersetzt:
Nachdem ich bereits versucht hatte, aus den USA einen Ersatz für den stark ausgeleierten Traveller-Schlitten am Grosssegel zu besorgen (Angebot: 1600USD!!!), sprach ich Patrick gleich auch noch darauf an. Den Hersteller Amiot gibt es nicht mehr, also müsste entweder das ganze System (Schiene, Endstücke und Schliten) von einem anderen Anbieter ersetzt werden, wenn wir keinen Ersatz finden. Er zeigt mir einen gebrauchten Schlitten in tadellosem Zustand, ja eigentlich sogar das robustere Modell als unser alter (Breitere Ausführung und mit Delrin-Lager). Das kostet mich halt dann nochmals 250USD, aber welch Unterschied zum ersten Ansatz. - Leuchte im Motorraum montiert:
Nachdem ich nun 9 Jahre lang für jede Aufgabe im Motorraum immer mit Stirnlampe gearbeitet hatte, montierte ich nun endlich eine fixe LED-Leuchte an der Wand. Welche Erleichterung mit so wenig Aufwand! - Anschluss Starlink auf 12V umgebaut und neuen Router installiert:
Ich fand erst im Nachhinein, dass der von Starlink gelieferte, recht voluminöse Router auch einen Inverter enthält, der 220V AC auf 48V DC umwandelt. So hatte ich mir einen neuen, handlichen Router und einen Step-Up Transformer 12V auf 48V DC nach Saint Martin zum dortigen Trans Ocean Stützpunkt liefern lassen. Mit diesem Umbau braucht Starlink nun keinen 220V AC Anschluss mehr, sondern läuft allein mit 12V DC, was damit den Verbrauch substantiell reduzuiert hat und die Bedienung vereinfacht. - Tauchflaschen 12lt Alu besorgt:
Wir kaufen uns 2 Tauchflaschen aus Alu, damit wir zumindest für einen Tauchgang vom Schiff aus autonom sind. Wir können diese dann immer noch an Land bei einem Dive-Center füllen lassen und allenfalls für einige Tage zusätzliche Tauchflaschen mieten. - Halterung für Tauchflaschen auf Deck montiert:
Mit einem PVC-Rohr (mindest-Bezug 4m!) bastle ich mir eine Halterund für die beiden Tauchflaschen, die ich an der Reling und Waschbord fixieren kann. So lassen sich die Tauchflaschen schonend an Deck mitführen. - Oel- und Filter-Wechsel Generator, Alternator getrennt:
Der Generator kam seit unserer Losfahrt in Deltaville bereits auf 250 Betriebsstunden, und so wurde auch ein erster Oel- und Filterwechsel fällig. Nach Rücksprache mit der Northern-Lights Vertretung auf Saint Martin trennte ich bei der Gelegenheit auch den Alternator vom 12V Netz. Dieser verursachte im Betrieb eine zu hohe Spannung von 15.6V auf der Starterbatterie, doch eigentlich ist er ja überflüssig. Wenn der Generator läuft, produziert er ja 220V AC und dies lädt dann alle drei Batteriebänke über die beiden Ladegeräte. Wozu also die Starterbatterie direkt auch noch (über-)laden?












So können wir ganz viele Pendenzen innert gerade einmal 7 Tagen in Marigot abarbeiten. Allerdings bleibt dann nicht mehr viel Platz für touristisches, die Tage sind mit den Arbeiten sehr gut gefüllt. Wir gönnen uns zumindest am Abend die delikate französische Küche auf der Insel. Monika absolviert den obligaten ausflug zur Maho-Beach, um die knapp über den Köpfen einfliegenden Jets zu bestaunen und auch ein Besuch bei der Festung von Marigot liegt noch drin. Zudem füllen wir unsere Lebensmittel-Vorräte wieder üppig auf, schliesslich gibt es hier französische Supermärkte wie Super-U und Carrefour mit vielfälitigem Angebot zu verhältnismässig günstigen Preisen.
In der Zeit in Saint Martin herrschen recht widrige Wetterverhältnisse. Draussen im Atlantik stürmt es ziemlich heftig mit Winden über 25kn, die wir auch am Ankerplatz immer noch zu spüren bekommen. Zudem ziehen immer wieder Regenschauer über die Insel. So kommt es eigentlich ganz gut, dass wir hier einen etwas ausgiebigeren Aufenthalt für diese Arbeiten einlegen. Jedoch damit sind wir nun bereit für den Absprung zu den ABC-Inseln quer über das Karibische Meer, …. sobald denn die geeigneten Wind- und Wetterverhältnisse vorliegen würden. Aber im Warten darauf bekommen wir nochmals einige Tage, um die Inselchen rund um Saint Martin zu besuchen.
Ile de Tintamare & Fourchue
Wir segeln also am Dienstag morgen um die NW-Seite von Saint Martin zur Ile de Tintamare. Die Nähe zur Hauptinsel bringt tagsüber viele Tagesausflügler hin, jedoch am Abend sind wir fast allein in der Bucht mit einem schönen, weiten Sandstrand. Wir schnorcheln wieder einmal, doch bieten sich hier nur abgestorbene Korallen und vom starken Wind eingetrübtes Wasser. Zumindest hat es zahlreiche Schildkröten, die später beim täglichen Trubel sich irgendwohin in Sicherheit bringen.






Also fahren wir weiter und setzen die Segel, um endlich einmal die Ile Fourchue anzulaufen. Wir lasen immer mal wieder davon, hatten es auf unseren bisherigen Besuchen nie dorthin geschafft. Nach einer genussvollen Fahrt (obwohl nochmals am Wind) laufen wir in die Bucht ein und finden eine freie Mooring direkt vor dem Strand. Hier ist es ruhig, das Wasser ist kristallklar und lädt somit nochmals zum Schnorcheln ein. Bezüglich Korallen sieht es nicht viel besser aus, doch zumindest begegnen wir vielen Schildkröten. Im klaren Wasser lassen sich diese gut beobachten, es ist ein Genuss. Am nächsten Morgen rudern wir mit dem Dinghy an Land und steigen auf den Felsgipfel über der Bucht hoch. Dort biete sich ein wunderbarer Ausblick, nicht nur über unsere Ankerbucht sondern auch hinüber nach Saint Barth, dem wohl mondänsten Ort der Karibik. Zahlreiche Super- und Mega-Yachten liegen dort vor Anker, ich schätze den kumulierten Wert auf 1Mrd USD. Doch als wir bei Abfahrt die Liste auf dem AIS durchgehen, komme ich zum Schluss, dass dies wohl bei Weitem nicht ausreichen wird.












Ich las vor Kurzem ein Buch über die Perversion der Mega-Yachten und deren Besitzer. So wurde mir klar, dass mein oberflächlicher Eindruck sich auch von den Fakten her belegen lässt. Dieser Trend der Ultra-Reichen, sich eine Hunderte von Millionen teure Mega-Yacht zuzulegen, hat eigentlich erst vor einigen Dekaden eingesetzt, etwa ab den 90-ern. Seither hat er sich immer mehr beschleunigt, sowohl hinsichtlch Stückzahl als auch bezüglich Grösse. Diese Paläste auf See bieten den Vorteil gegenüber einer Immobilie, dass sie je nach Jahreszeit an die angesagtesten Orte der Welt verlegt werden können und zudem nicht den steuerlichen Nachteil einer Immobilie unterliegen, ortsfest und damit steuerpflichtig zu werden. Eingeflaggt wird eben in einem Steuerparadies wie Malta, Cayman Islands, BVI uvm. Doch die Belastung für Umwelt und Klima darf dann die Allgemeinheit tragen. So beanspruchen schliesslich die 1%o der Ultra-Vermögenden das x 1000-fache der Ressourcen der Übrigen, ohne dafür belangt zu werden oder aufkommen zu müssen. Schliesslich bewegen sie sich ja internationalen Gewässern, die ja allen gehören. Aber ihnen halt etwas mehr. Dies ist keine reine Frage einer Neidkultur. Aber im Ernst: Welchen Sinn hat eine über 100m lange, 6 Stockwerke hohe Blechkiste mit tausenden Tonnen Gewicht, die mit einigem riesigen Treibstoffverbrauch zwischen Monaco (im Sommer) und Saint Barth (im Winter) hin und hergeschippert wird, und dies zum Spass und Belustigung eines einzigen Oligarchen und seiner Entourage?
Ich weiss, ich sitze selber auch in einem (jedoch viel kleineren) Glashaus mit unserer Yacht. Damit beanspruche ich auch einen Freiraum udn Ressourcen, die 99% der übrigen Weltbevölkkerung nicht in dieser Form bekommen. Doch die Grössenverhältnisse sind mittlerweile derart immens auseinandergedriftet, dass man sich wohl zu Recht fragen darf, ob dieser Trend wirklich ohne Eingriff fortgeführt werden kann und soll. Übrigens, die Liste der Bestellungen von Mega-Yachten solle den aktuellen Bestand sogar noch übertreffen mit jahrelangen Wartezeiten… sodass zur Überbrückung der Wartezeit auf die Auslieferung halt vorübergehend eine andere, nicht ganz so grosse in Auftrag gegeben wird.
Saint Barth – Anse de Colombier
Zum Abschluss unserer Kurztour durch die französischen Antillen besuchen wir nochmals die Anse de Colombier an der NW-Küste von Saint Barth. Diese liegt in einem Naturschutzgebiet, die Yachten müssen an eine Mooring um den Grund durch Ankern nicht zu beschädigen. Auch hier gibt es zahlreiche Schildkröten, doch tagsüber ist zu viel Betrieb um sicher zu schnorcheln. Wir machen einen Rundgang hinauf ins Dorf, ich gehe noch weiter per Autostopp bis nach Gustavia.












Beim Einschalten des Wassermachers platzte ein Schlauch aus der Halterung, der nicht sehr fachmännisch mit Sikaflex in ein anderes hineingeklebt worden war. Offenbar erzeugt die neu eingebaute Förderpumpe etwas mehr Druck auf dem System, was dies vielleicht verursacht hatte. Die alte Pumpe war ein Modell für Aquarien und hatte eine sehr magere Ansaugleistung. Mit der neuen produzieren wir 20% mehr Süsswasser in der Stunde, bekommen nun also 120lt/hr. Doch vorderhand geht gar nix, wenn der Schlauch abgeplatzt ist. Mein Vesuch, in Gustavia bei einem Chandler neue Kupplungsstücke für diesen Schlauch zu bekommen scheitert. Also muss ich wohl oder übel versuchen, auf die selbe Art das System wieder dicht zu bekommen. Ich bekomme es dann doch im 2. Anlauf hin, doch dann tropft es aus dem Manometer-Gehäuse…also wird dieses auch ausgebaut, zerlegt, gereingt, mit neuen Dichtungen versehen… und jetzt scheint vorerst wieder alles gut. Wir können weiterhin unser Trink- und Süsswasser aus dem Meer gewinnen, Juhui!
In solchen Momenten wird mir immer mal wieder bewusst, wie wenig jeweils fehlt, bis wir in ein gröberes Problem hineinlaufen, das die ganze Reise gefährden kann. Die vielen Systeme sind alle irgendwie wichtig und notwendig, doch können sie jederzeit ausfallen. Lässt sich die Ursache nicht in vernünftiger Zeit lokalisieren und beheben, bleiben wir an Ort stehen (resp. müssen zu einem geeigneten Ort für Unterstüzung ausweichen). Ich habe zwar nach bestem Wissen vogesorgt mit Ersatzteilen, aber kaputt geht natürlich immer jenes, für das gerade keines an Bord ist… Zumindest konnte ich in den Jahren mit der Shiva nun doch etwas Erfahrung und Zuversicht aufbauen, dass sich irgendeine Lösung dann schon finden wird. Allein, in solchen Momenten ist dann diese Zuversicht doch wieder ganz, ganz dünn.
Passage zu den ABC-Inseln
Dann stellt sich also endlich ein von der Prognose her gutes Wetterfenster für die Passage zu den ABC-Inseln über das Karibische Meer ein. Gut 480NM stehen uns bevor bis nach Bonaire. Wir dürfen nun endlich einmal von anhaltend achterlichem Wind profitieren, sodass auch die Wellen von hinten auf die Shiva treffen. Dies bedeutet nicht unbedingt eine ruhige, aufrechte Fahrt, doch im Vergleich zum Segeln hart am Wind mit Schräglage und von vorn aufschlagenden Wellen um ein Vielfaches angenehmer. Man rollt über die Wellen, surft auf deren Vorderseite mit hoher Geschwindigkeit hinab und wird danach von der nachfolgenden Welle erfasst und wieder sanft emporgehoben. Die Beschleunigungen sind jedoch trotzdem erheblich und oft etwas unvorhersehbar. Unter Deck muss man alles gut sichern, sonst fliegen bereit gestellte Teller oder Becher quer durch den Salon, mit oder ohne Inhalt. Brigitt und ich sind gut eingewöhnt an diese Situation, Monika kämpft hingegen damit, selbst nachdem sie nun fast zwei Monate an Bord ist.







Unterwegs versuche ich mich mit fischen und bringe den Köder aus. Tatsächlich beisst ein kapitaler Fisch an und lässt die Leine ausrauschen. Nur mit Mühe kann ich den Fisch abstoppen und kämpfe mit dem Einholen. Nach gut 15′ Drill bekommen wir ihn langsam zu Gesicht, wie er an der Angel über die Wellen gezogen wird. Doch er wehrt sich wacker, und wacker, und wacker und ist dann weg. Das wäre ein recht schöner Tuna gewesen, aber eben. Nächstes Mal bergen wir die Segel und versuchen nicht mehr bei 8kn Fahrt den Fang einzuholen. Etwas später beisst erneut etwas an. Diesmal können wir den bald zum Schiff und an Deck auf die Badeplattform holen … doch es ist «nur» ein Barracuda. Also zieh ich ihm den Haken raus und gebe ihn dem Meer zurück. Wir wollen das Risiko von Ciguaterra nicht eingehen und verzichten daher konsequent auf den Verzehr von Barracuda (resp. generell von Riff-Jägern).
Wir rauschen mit gut 8kn an Saba vorbei. Und so geht die ganze Fahrt recht flott voran. Wir kommen Nachts um 22h in Kralendjik auf Bonaire an und machen an einer Mooring fest. 483NM innert 63h ergeben einen Durchschnitt von 7.7kn Fahrt. Sportlich.
Route 21.01. – 03.02.2025 : Saint Martin to Bonaire
Dauer | 21.01.2025 | 03.02.2025 |
Anzahl Tage auf See/ Nachtfahrten | 14 | 3 |
Meilen Total/ davon unter Segel | 509NM | 489NM (96%) |
Motor-h | 3:20h | 20NM |